Nützliches Instrumentarium: chirurgische und anato- mische Pinzette, Verbandschere, Nagelschere(von li nach re). Kasten, Pinzetten und Verbandschere stammen noch aus dem “Präpkurs” (Bilder) im dritten Semester Vorklinik - aber das habe ich noch nie einem Patienten gesagt.
In der unteren Reihe findet sich rechts eine Glasam- pulle mit sterilem Öl zur Verwendung beim Legen eines Harnröhrenkatheters (habe immer einen dabei) sowie links eine Zange, mit der man Wundklammern entfernen kann. Erstmals hatte ich bei einer Vertretung in Rappolsweiler/Oberelsass Juli 2002 einen Patienten, der zum “Fädenziehen” kam ... aber die Wunde war mit Klammern und nicht mit Nähten versorgt. Ich habe alles versucht, aber die Dinger nicht herausbekommen und der Patient musste wieder abziehen - damit er nicht zu sehr über mich herzieht, habe ich mich entschuldigt und keine Rechnung gestellt. Dann habe ich solange in Katalogen etc. gesucht, bis ich diese Zange gefunden habe, und beim nächsten Mal, ein Jahr später, habe ich wirklich die Klammern damit aus einer Wunde entfernen können.

Der Inhalt des Backbord-Seitenfaches: links wie er darin lagert, rechts mit geöffneten Behältern.

Mein Glukosemessgerät - links in seiner Tasche, unten der Inhalt der Tasche.

Das Messgerät “Glucotrend”, seine Abdeckung, darunter das Röhrchen mit den Teststreifen, zwei Fläschchen mit Kontrollseren (blauer und roter Deckel), ganz rechts die Stechhilfe ... und noch die Bedienungsanleitungen für Stechilfe und, vor allem, Messgerät. Alles ist dabei!
(Nicht photographiert sind die Stechlanzetten)

Das ist aber kein Messgerät!

Es sind 2 Guedel-Tuben, zur Verwendung bei bewusstlosen Patienten mit erhaltener Spontanatmung. Sie lagern hier in der Ta- sche, weil da noch Platz ist.

Ein Fläschchen Voltarène émulgel (diclofénac), gestiftet von der pharmazeutischen Industrie - sehr nützlich, da ich viele Patienten mit Prellungen und Hämatomen sehe.
Allerdings habe ich mir immer noch kein Urteil gebildet, wieviel die Lokalanwendung eines NSA wirklich nützt. Kommt es überhaupt am Ort an, d.h. penetriert es tief genug?

Ich führe im Vergleich zu meinen ersten Vertretungen immer weniger Bücher mit mir, aber dieses Buch wird wohl dabei bleiben: Ein deutscher “Klinikleitfaden”.
Solche Bücher gibt es auf Französisch entweder nicht, oder sie sind aus dem Deutschen übersetzt.

Ein Abwurfbehälter für kontaminierte spitze Gegenstände! Wenn ich auf Hausbesuch  bin, habe ich zu Anfang benutzte Kanülen etc. einfach dagelassen - aber es ist doch zivilisierter, sie wieder mitzunehmen, und dafür dieser Spezialbehälter.
In der Praxis macht man sich die Entsorgung meist wesentlich einfacher: Alles kommt in ein leeres großes Marmeladeglas oder Wasser- bzw. Benzinkanister, und wenn der annähernd voll ist, wird es -hoffe ich- einem Spezialunternehmen übergeben. (Für meine Praxis habe ich so eine Spezialfirma, und wurde sogar schon von der Behörde kontrolliert, ob ich die kontaminierten Gegenstände korrekt entsorge. Wie habe ich die Firma gefunden? Indem ich einen benachbarten Kollegen gefragt habe, welche Firma er hat.

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