Links und rechts sehen Sie, was alles in dem vordersten Fach gelagert ist. In erster Linie handelt es sich um Bürobedarf aller Art, aber auch eine Reihe medizinische wichtiger Artikel sind dabei.

Nicht abgebildet sind die Formulare (Rezept- block, feuilles de soins, arrêts de travail etc.) des Kollegen, den ich gerade vertrete - sie übernehme ich immer am ersten Tag und eine Reserve kommt noch ins Auto.
Außerdem dient das kleine Unterfach, das ich im Vorderfach habe, als Kasse ... bei Hausbe- suchen bezahlen die Patienten sofort, und die Cheques oder das Bargeld landen hier.

Sehen wir uns den Inhalt einzeln an:

Ein paar Dinge erkennen Sie schon auf dieser Groß- aufnahme wieder: mein Stempel (ohne den brauche ich gar nicht erst loszufahren!) - nicht beim Cordonnier kaufen, sondern bei Büromärkten, da zahlt man nämlich nur 20.- statt 40- 50 Euro!
Kugelschreiber in blau und schwarz, 1 Stift zum Markieren auf der Haut, ein anderer für Textmarkierungen, Radiergummi, Schloss, ein Maßband und links davon ein Feuerzeug (wozu? Zum raschen sterilisieren von Instrumenten). Unter dem Feuerzeug sind Anleitungen für einige Geräte, die ich an Bord habe. Eine kleine Uhr   (rechts), ein Block mit Notizzetteln gespendet von Hexal (ich verwende gerne solche Werbegeschenke, auch meine Stifte sind von Pharmafirmen bzw. vom Deutschen Ärzteblatt ... ich halte das für professioneller ! (Mein letzter deutscher Oberarzt fragte mich einmal, als ich als PJ’ler ihm das sagte “Haben Sie das nötig?!?”, ich habe geantwortet, was ich auch heute noch sagen würde: “Das ist die falsche Frage!”).

Der weiße Umschlag: er enthält nicht ganz so viel. Meine privaten Rezepte (D und F) sowie mein mühsam selbsterarbeitetes Standard- Attest mehr.

Der Inhalt der gelben “pochette A5” wie man hier sagt (links) ? Weitere CPAM- Formulare, und zwar solche ohne den Stempel des Kollegen, den ich gerade vertrete - sozusagen die eiserne Reserve.
Und oh Wunder: sogar eine deutsche Arbeitsunfä- higkeitsbescheinigung! Das braucht man im Elsass - in vielen Därfern arbeitet die Hälte der Leute auf der anderen Seite der Grenze.

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Rechts oben: ein kleiner Taschenrechner ... der auch Karten lesen kann, vor allem die grüne Versicherungskarte, die französische Kranken- versicherte von der CPAM bekommen. So kann ich überprüfen, ob der Patient überhaupt derzeit versichert ist. Darunter sehen sie eine selbstge- schriebene Tabelle mit den wichtigsten Tarifen - Consultation de jour, de nuit, de minuit, Visite de jour, de nuit, de minuit, EKG, Desensibilisierung, die Kilometerpauschalen usw usf. Das alles muss ich aufaddieren, um das Honorar zu berechnen bzw. auf der “Quittung” (feuille de soins) eintragen. Geht aber schnell und ist einfach.

Links oben ein Kurzführer zur EKG- Auswertung (ich kann ein EKG auswerten - aber wenn ich um 5:00 Uhr morgens im Notdienst halbverschlafen plötzlich eine wichtige Entscheidung treffen muss, habe ich es lieber, wenn ich noch einmal nachse- hen kann - es kann vorkommen, dass ich mir plötzlich bei irgendetwas nicht mehr sicher bin). Und schließlich drei DIN-A5-Umschläge mit allerlei nützlichen Formularen, dazu unten mehr