Sie als deutscher Kollege werden sicherlich auf diesen Seiten ins Staunen kommen ... wie einfach, günstig und unbürokratisch hierzulande eine Allgemeinmedizinpraxis zu eröffnen und zu betreiben ist.
Ich weiß wohl, weswegen ich hier bin ! Lesen Sie die Geschichte der Praxis seit ihren Anfängen hier
Einige Stichworte: Ich hatte Anfang 2007  insgesamt an Praxiskosten etwa 15 000 Euro, davon 3000 schon vor der Niederlassung (Arzttasche, EKG- Gerät etc.). Insgesamt - für medizinisches Material, Mobiliar, den Computer und das Praxisprogramm (die größten Posten) und was man noch so braucht. Dabei habe ich eine gute Ausstattung, für hiesige Verhältnisse (Wo bekommt man das alles her? Mehr dazu hier ).Sicherlich habe ich Glück gehabt ... oder dem ein bisschen nachgeholfen: Da ich mir eine Gemeinde mit Arztmangel ausgesucht habe, hat mir der sehr engagierte Bürgermeister die Praxisräume, auf Gemeindekosten bzw. dank einer Subvention, komplett um- und ausgebaut (vorher war es ein Versammlungssaal, davor einmal eine Schule). Und vor allem alles organisiert - Architekt, Maler, Elektriker etc. Ich musste wirklich nur sagen “Hier bitte eine Wand, dort eine Tür, diesen Typ Fußboden, jene Farben für die Wände”.

Ich hatte von Anfang an die volle Unterstützung der Lokalpolitik - lesen Sie mehr darüber hier.
Oben sehen Sie den Eingang: links das Schild, darunter der Briefkasten, rechts der Eingangsbereich.
Eine typische Anekdote zum Briefkasten: Ich bin im Mai 2006 nach Walschbronn gezogen, zunächst in eine vorübergehende Wohnung einige hundert Meter entfernt. Auf meine Bitte hat der Gemeindearbeiter den Briefkasten -den ich schon vorbeigebracht habe- schon einige Wochen vorher an der zukünftigen Praxis der Adresse 2, rue de l’École angebracht - wo zu dem Zeitpunkt und noch viele weitere Monate nur ein städtischer Versammlungssaal war. Damit ich nicht innerhalb eines knappen Jahres zweimal die Postadresse wechseln musste ! Ich hatte eigentlich nur darum gebeten, ob ich den Briefkasten dort anbringen dürfte ... irgendwie hätte ich das schon fertiggekriegt. Aber der Bürgermeister sagte sofort “kein Problem, das kann der Gemeindearbeiter machen !”. Und so geschah es!

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Die Geschichte der Praxis bis heute ! (Unten: während der Bauarbeiten) hier