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Ein Gemeindepriester -Pfarrer, Vikar, Kaplan- soll sich um das geistliche Wohl seiner “Schäfchen” kümmern. Ich bin bestimmt der letzte, der Seelsorge auf “psychologische Betreuung” reduzieren will, aber wer sich um das ewige Heil von Menschen kümmern möchte, sollte auch ein Auge für ihre “irdischen” Nöte haben. Zum Beispiel, weil die Liebe Christi viel leichter bezeugt als gepredigt wird - und alle Priester, die ich kenne, halten das auch so, allerdings nicht alle im gleichen Maß.
Die Medizin kümmert sich ebenfalls um die irdischen Nöte von Menschen - Krankheiten aller Art beunruhigen uns im Leben, und Schicksalsschläge, Fehlverhalten und Sünde können umgekehrt Krankheiten hervorrufen. Zum Beispiel habe ich in 1 1/2 Jahren als Assistenzarzt in der Psychiatrie bei den meisten Patienten, die wegen eines Selbstmordversuches oder einer Depression zur Aufnahme kamen, ein Element “Partnerschaftskonflikt” gefunden; im allgemeinen in Form des Endes einer Beziehung, häufig Ehebruch des Ehepartners wie jene afrikanische Frau, die vor 20 Jahren einen Europäer geheiratet hatte und ihm aus ihrem Dorf in der Elfenbeinküste nach Frankreich gefolgt war, wo sie feststellen mußte, daß ihr Mann sie über Jahre mit anderen Frauen betrog. Als er sie schließlich wegen einer jüngeren Frau ganz verlassen wollte, war ihre Belastbarkeit erschöpft und sie kam mit einer schweren Depression zur Aufnahme. Oder jenes junge Mädchen von 17 Jahren, das seinen ersten Freund hatte, und wie es dem Standard unserer atheistischen Gesellschaft entspricht, auch intime Beziehungen ... und der kurz darauf Mine machte, sie zu verlassen (die gesamte “Beziehung” hatte nur 3 Monate gedauert), was sie einen Selbstmordversuch unternehmen ließ.
Diese -und viele andere Fragen- sind offensichtlich nicht rein “medizinisch” ... aber auch nicht rein seelorgerlich oder “pastoral” ... darum gibt es eine Fachdisziplin, die sich “Pastoralmedizin” nennt und genau an der Schnittstelle von Medizin und Pastoral steht.
Zum Beispiel möchte ich auf eine Seite verweisen, die sich kritisch mit der möglichen abtreibenden Wirkung der meisten - aber meines Wissens nicht aller - “Anti-Baby-Pillen” befaßt www.pharma-information.de In dieser Frage - Verschreibung der “Pille”- habe ich sogar an die Glaubenskongregation in Rom geschrieben, als Kardinal Ratzinger noch deren Präfekt und H.H. Msgr. Dr. Georg Gänswein, der jetzt Privatsekretär von Benedikt XVI. ist, hat mir im Namen des Kardinales geantwortet hier
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