Ein Alkoholmessgerät, das Autofahrer warnen soll “zu viele Promille”. Man bläst mit einem auswechselbaren Röhr-

chen hinein (die Röhrchen bewahre ich in der runden Plastikdose auf, die sich im Deckel der Arzttasche findet) und erhält den Promillewert in der Atemluft angezeigt, zwischen 0.2 und 1.2. Solche Geräte gibt es viele, aber meistens zeigen sie nur an “weniger - mehr als 0.5”,und das genügt mir nicht. Ich habe lange gesucht, bis ich schließlich bei Conrad dieses Gerät gefunden habe. Es funktioniert recht gut, ich habe es während meiner Assistentenzeit in der Psychiatrie getestet und der Wert stimmte ungefähr mit dem durch anschließende Blutabnahme bestimmten überein.
Natürlich ist das nicht juristisch verwendbar (und es würde mich nicht wundern, wenn es illegal wäre, angesichts zahlloser sinnloser forensischer  Gerichtsentscheidungen)- aber darum geht es mir auch gar nicht: es ist einfach nur nützlich für mich, wenn ich mir bei einem Patienten, den ich im allgemeinärztlichen Notdienst sehe, rasch einen Eindruck verschaffen kann, ob seine Probleme nicht einfach nur auf Volltrunkenheit beruhen - oder ob z.B. eine ernstere psychiatrische Erkrankung vorliegt, etwa eine endogene Psychose, die sofortige Zwangseinweisung verlangt statt nur eines Eimers kalten Wassers. Wenn ich eine Vertretung mache, habe ich meist jede oder jede zweite Woche eine Nacht “garde”, so dass solche Situationen schon vorkommen.

Diese Schätze finden sich in der abnehmbaren rechten Seitentasche der Arzttasche !

Die elektronische Kamera!
Leider nur die Hülle - die Kamera selber photographierte gerade ... (habe nur eine)
Im Einsatz diente sie der Befunddokumentation etwa bei Hautkrankheiten. Es ist schon gut, wenn man die Heilung eines Ulcus cruris oder eines Ekzems von Woche zu Woche per Bild verfolgen kann - wer kann sich das schon merken?
Durch den Fortschritt der Handytechnik hat sich hier etwas verändert: Photos mache ich jetzt mit dem Handy.

Die Medikamentenbox - eine Reihe wichtiger Medikamente habe ich hier immer bei mir: Das Antihistaminikum Kestin, das Dihydropyridin Loxen, Aspirin, Primpéran-Zäpfchen gegen Erbrechen, Kalium (DIFFU-K) und noch ein paar andere, das ändert sich schon mal von Woche zu Woche.

Außerdem lagere ich hier einige Urinbeutel für Kleinstkinder.

Urinbeutel für Säuglinge!
Wie in alles in der Welt wollen Sie bei einem Säugling oder Kleinstkind Urin gewinnen z.B. bei Verdacht auf Harnwegsinfektion? Eben mit so einem Beutel, den man anklebt. In Frankreich habe ich ihn bisher nicht gefunden und darum von einem deutschen Medizinmaterialversand bezogen.

Für die pulmologische Routinediagnostik: ein kleines Peak- flow-Meter.
Damit bestimme den “DEP” = débit expiratoire de pointe” und vergleiche ihn mit Standardwerten; die entsprechenden Tabellen habe ich stets bei mir.
Ich habe es mir zur Regel gemacht, bei allen Patienten, die ein bisschen asthmatisch sind, stets den DEP zu bestimmen und in der Akte zu vermerken.
Die Kartonröhrchen, gelagert in einer hygienischen Plastikumhüllung erhält man von Pharmavertretern als Geschenk ... oder erwirbt sie käuflich bei Médistore und Konsorten.

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Wie bringt man Kleinstkinder zum Inhalieren eines Medikamentes, z.B. bei einer Bronchiolitis oder einem Asthmaanfall? Mit einem Babyhaler, den Sie hier rechts und unten sehen!
Auf das eine Ende kommt die Maske, die separat in einer sauberen und ordentlichen Plastiktüte aufbewahrt wird, auf das andere Ende Ventoline (salbutamole) oder Bécotide (béclométasone) oder was auch immer. (Übrigens: ich verwende es auch bei Erwachsenen,aber dann ohne Maske)
Glücklicherweise habe ich mittlerweile ein bisschen Ahnung von Pädiatrie ... ich erinnere mich noch mit Schrecken, wie ich als AiP in der Neurologie in Charleville-Mézière Nachtdienst in der pädiatrischen Notaufnahme machen musste. Ich habe damals nicht einmal gewusst, was eine “bronchiolite” überhaupt ist! In meiner Not habe ich auf die Krankenschwester gehört und jeweils nach Untersuchung des Patienten den Hintergrunddienst angerufen ... nach dem dritten Dienst ist das Ganze aufgeflogen; das Erlebnis war nicht ganz so bitter, wie es hätte sein können, da ich zu der Zeit schon begriffen hatte, dass die Franzosen im Studium besser ausgebildet werden.