|
Nachfolgend der Volltext des Artikels (wichtig vor allem: die fehlende Anmerkung 2 ! Der Druckfehlerteufel ...)
Du sollst nicht töten. Non occides.
Exodus 20, 13 und Deuteronomium 5, 17
Die Juden sind am Berge Sinai angekommen. Ihr Führer, der Prophet Moses, überbringt ihnen die Botschaft Gottes für sie: Wenn ihr Mein Volk sein wollt, haltet Mein Gesetz ein, das Ich euch heute gebe, und es wird euch gutgehen ... Zu dieser Stelle des Gesetzes erklärt ein katholischer Bibelkommentar „Verboten sind der körperliche und moralische Mord und der Selbstmord“1.
„Kein anderer Ort auf der Welt war geeigneter zur Einsetzung der mosaischen Religion als der Berg Sinai. Diese Bergkette von schwindelnder Höhe, mit ihren erschütternden Gipfeln und Felsgraten. Das tiefe Schweigen der Einsamkeit, die engen Schluchten, zwischen den Felswänden, alles lädt zur Anbetung des Ewigen ein. Wie mußte dieses Volk, das so leicht beeindruckbar und so zugänglich für religiöse Gefühle war, von einem heiligen Schrecken ... erfaßt werden !“ (Schenkel2).
Auf diesem Berge ist viel später die Bundeslade durch den Propheten Jeremias versteckt worden (2 Makk2, 4-7).
Unser Herr Jesus Christus wiederholt dieselben Worte „Ihr habt gehört, daß gesagt wurde zu den Alten : ‘Du sollst nicht töten !’ Wer tötet wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, wird dem Gericht verfallen sein.Wer zu seinem Bruder sagt ’Du Tor !’ wird dem Hohen Rat verfallen sein; wer sagt ’Du Narr’ wird der Feuerhölle verfallen sein.“ (Mt 5, 21f). Er geht weit über das Gesetz des Mose hinaus und wird bald darauf vor den Augen seiner drei engsten Vertrauten auf dem Thabor durch eben diesen Moses als Autorität anerkannt.
1 Kommentar aus „La Sainte Bible selon la Vulgate“, Traduction par l’abbé J.-B. Glaire, annotée par le R.P. Eusèbe Tintori O.F.M., Mit einem Vorwort von Card. Suhard, Paris 1947, Neuauflage 1992 Éditions D.F.T, p. 109
2 zitiert nach: La Sainte Bible selon la Vulgate, traduite en français, avec des notes par l’abbé J.-B. Glaire, 1902, Neuauflage 2002 Éditions D.F.T, Appendice, Note 10, p. 3042f
|