Varia 3a

Wolfgang B. Lindemann, Wie die WHO Homosexualität "heilte", Mitwissen Mittun, Pro Conscientia Infobrief Nr. 8, p. 38 (1998)

Nachfolgend der exakt abgedruckte Text - der von mir eingereichte Volltext ist hier.

 

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Weltgesundheitsorganisation WHO [Unterorganisation der UNO] und mit ihr die "institutionalisierte" Psychiatrie in den westlichen Ländern, was bisher als Krankheit und psychische Störung galt, in Gesundheit umdefiniert: die Homosexualität. In allen 5 mir bekannten Lehrbüchern der Psychiatrie wird ausdrücklich betont, daß Gegenstand einer Psychotherapie "heute" nur noch die psychischen Folgen der Homosexualität z.B. aufgrund Ablehnung durch die soziale Umgebung seien, aber "niemals die Homosexualität selber".

Die WHO hat eine "Internationale Klassifikation psychischer Störungen" [International Classification of Disorders] erarbeitet, die mittlerweile in der 10. Ausgabe existiert (kurz: "ICD-10") , publiziert 1993. Alle Krankenhäuser Deutschlands sind rechtlich verpflichtet, in der Abrechnung mit den Krankenkassen die Diagnosen mit den Codenummern der ICD-10 zu verschlüsseln.

In dieser Klassifikation gibt es keine Codeziffer für die Diagnose "Homosexualität". In den Abschnitten F64 (Störungen der Geschlechtsidentität, z.B. Transsexualismus oder Transvestitismus) oder F65 (Störungen der Sexualpräferenz, z.B. Pädophilie oder Sadomasochismus) sucht man ebenso vergeblich wie im Abschnitt F52, betitelt "nichtorganische sexuelle Funktionsstörungen". In keinem Abschnitt findet sich Homosexualität als Diagnose. Homosexualität kann lediglich kodiert werden bei "psychischen Störungen oder Verhaltensstörungen in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung" (Abschnitt F66). Dort soll lediglich als 5. Stelle der Codezahl die "sexuelle Orientierung" angegeben werden: heterosexuell, homosexuell, bisexuell oder "sonstige". Die ICD-10 Ausgabe legt Wert darauf, daß es sich lediglich um verschiedene Variationen der sexuellen Ausrichtung handle, von denen keine Krankheitswert habe - und folglich auch keine Therapie erfordere, ja daß sogar eine Therapie gar nicht stattfinden dürfe. Da die Diagnosecodezahlen der ICD-10 Grundlage für die Abrechnung mit sämtlichen deutschen Krankenkassen sind, folgt daraus, daß die Krankenkassen streng genommen auch gar keine Therapie eines Homosexuellen, der von seiner Störung befreit sein möchte, mehr zu finanzieren brauchen! Ohne Diagnose keine Therapie.

Noch in der vorherigen Ausgabe (ICD-9) konnte Homosexualität unter "Sexuelle Verhaltensabweichungen und Störungen" ICD-9, Nr. 302 kodiert werden (vgl. dazu Römer 1,18-32).

 

Wolfgang B. Lindemann, Straßburg, cand. med.

C) Homepage von Wolfgang Lindemann aus Hamburg

Die kirchliche Lage ist weder Schicksal noch unabänderlich.
Lesen Sie
hier, wie erfolgreiche Neuevangelisation geht und wie eine Gemeinde wachsen kann !

[Arzt in France] [Arzt in Frankreich] [Français] [Aktuell] [Impressum]