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Herr Dipl. Ing. Wilhelm Overhoff aus dem Münsterland, dem ich seit Jahren freundschaftlich verbunden bin, hat mir am 14. 9. 2004 folgenden Brief zur meiner Rezension des Buches von H.H.P. Mathias Gaudron “Die Entstehung der Evangelien”, der es wegen seiner Argumentation -und nicht, weil er lobende Worte für mich findet- verdient, Ihnen nicht vorenthalten zu werden, wie auch ein früherer Brief von ihm:
Sehr geehrter Herr Lindemann, vielen Dank für Ihr eMail. Das Buch werde ich bestellen. In Ihrer Homepage habe ich gelesen. Wie tröstlich, dass auch andere ein Haar in der Suppe des Evolutionismus - Modernismus gefunden haben. Was die Kindheitsgeschichte angeht, habe ich massiv einem Fernsehbericht widersprochen und in eine Schrift aufgenommen. Diese Schrift wird demnächst als Buch erscheinen. Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen ein kostenloses Exemplar überlassen. Gottes Segen für Ihr Schaffen. W. Overhoff
Ausschnitt aus der Schrift: Wohlgesetzt zur richtigen Einschaltzeit am ersten Weihnachtstag 2003 wurden diese selbsternannten Aufklärer im ZDF mal wieder tätig und wussten dem verblüfften Zuschauer in seiner Weihnachtsstimmung zu vermelden, dass es sich bei den biblischen Berichten der Kindheitsgeschichte im Neuen Testament lediglich um unhistorische Legenden handelt, er also einem Ammenmärchen aufgesessen ist, dass Weihnachten also nur ein Wintermärchen ist mit der Mythenfigur des Kindes im Stall (andere nennen sie Weihnachtsmann oder Väterchen Frost). Insbesondere habe der Kindermord von Bethlehem durch Herodes nie stattgefunden. Ausgesuchte Historiker votierten dann auch für diese Zielrichtung. In der Tat berichtet Matthäus als einziger von diesem Mord (Sondergut). Wo sind aber die Beweise, dass Matthäus eine erfundene Geschichte erzählt hat? Es gibt keine! Einzig könnte man bei Josephus Flavius fündig werden. Kann aber sein Schweigen als ein wissenschaftlich gesichertes Indiz gelten, dass der Mord nicht stattgefunden hat? Ein deutliches Nein ist hier von Nöten. Wenn nämlich der Menschenschlächter Herodes aus Angst vor einem möglichen Konkurrenten diese Tat vollbracht hat, gehörte sie in den kaum erwähnenswerten Bereich seiner übrigen Gräueltaten, sofern man Flavius folgt. Was waren schon die etwa 40 Kinder im Verhältnis der 2000, die er in Sepphoris kreuzigen ließ? Außerdem hat er auch seine eigenen Söhne und seine Frau ermorden lassen (Sarrach: Jahrhundertskandal). Nun hat Flavius (in "Geschichte des Jüdischen Krieges") oft auch von politisch unwesentlichen Dingen berichtet, so etwa von einer Frau bei der Zerstörung Jerusalems, die ihr eigenes Kind aus Not gebraten und gegessen hat. Auch hatte er schon Felder gesehen, wo auf Halmen Tiere wuchsen. Was seine Zahlenangaben betrifft, nahm er es nicht so genau mit den Nullen hinter einer Ziffer. Es gibt aber noch einen entscheidenden Grund, weshalb Flavius nicht ein Wort zugunsten der Christen schrieb oder sie überhaupt erwähnte: Flavius war als jüdischer Priester nach der Zerstörung Jerusalems ein Günstling des Kaisers geworden. Als er schrieb, hatten schon auf kaiserliches Dekret hin zwei Christenverfolgungen in Rom stattgefunden. Hätte er eine ungerechte Tat der Römer gegen Christen erwähnt, wäre die Gunst des Kaisers verspielt gewesen und er wäre vielleicht mit dem Tode bestraft worden. Der Beitrag ist aber auch ein Schulbeispiel, wie Wahrheit untergraben wird. Zunächst werden Fragezeichen gesetzt. Dann wird nach außerbiblischen Bestätigungen gesucht, die natürlich i.d.R. nicht gefunden werden und dieses Nichtfinden als Beweis für die Nichthistorizität des Berichteten gewertet. Sodann wird eine sehr späte Abfassung der Evangelien postuliert als genügend lange Zeit für die Bildung von Legenden und, weil die ganze Richtung so und so nicht gefällt, wird die Sache (als Ergebnis eines subtilen "Forschungsprogramms") als wissenschaftlich erkannter Mythos abgetan. Aufrichtig wäre es gewesen, wenn die Macher ehrlich bekannt hätten, <der Bericht des Matthäus hat naturgemäß wie fast alle biblischen Berichte keine außerbiblischen Stützen. Daher ist es eine Glaubensfrage, ob jemand Matthäus, der ja immerhin Maria noch gekannt hat, zutraut, Wahres berichtet zu haben oder nicht. Wir als a priori-Atheisten können den Bericht des Matthäus nicht als historisch akzeptieren>. Legt man beiseite, was Falschdeuter als verkappte Antichristen von den "Lehrstühlen des Verderbens" aus verkünden, besitzt der Matthäusbericht, im Kontext vieler gut bezeugter Vorkommnisse im Verlauf der Kirchengeschichte, eine innere Stimmigkeit. Über den Stern von Bethlehem ist schon viel spekuliert und sind schon viele astronomische Berechnungen angestellt worden. Mal ist es eine bestimmte Planetenkonjugation, ein anderes mal soll es ein Komet gewesen sein, der die Könige oder Weisen (die in modernen Bibelübersetzungen zu Sterndeutern oder Astrologen mutiert sind) aus dem Morgenland zum Aufbruch veranlasst haben soll. Nun weiß jeder, der mit astronomischen Ortsbestimmungen vertraut oder schlicht ein alter Seekapitän war, dem die modernen Satellitennavigationssysteme noch nicht zur Verfügung standen, dass allein mittels eines Sternes oder Kometen keine Ortsbestimmung auf der Oberfläche der Erdkugel möglich ist. Der Stern von Bethlehem war höchstwahrscheinlich keine astronomische Erscheinung, sondern ein Wunder, ein leitendes Licht, wie es aus einer Vielzahl bestens bezeugter Parallelen im Verlauf der Kirchengeschichte abgeleitet werden kann (siehe auch Sonnenwunder Nr.31.). Wer diese Zeichen Gottes ignoriert oder als "wundersam" abtut mit Blick auf den möglichen Spott gottloser "Wissenschaftler", wird nie einen Zugang zu Bibel und Offenbarung finden, mag er sich auch Professor oder Kardinal nennen. Zudem lässt Gott seiner nicht spotten! Es scheint, dass die Weisen trotz richtiger Deutung der Erscheinung selbst diesem "Stern" nicht ganz getraut haben, weil ein König doch wohl nur in der Königsstadt Jerusalem geboren werden konnte und nicht in einem unbedeutenden Dorf. Daher der verhängnisvolle Umweg. Der Stern führte sie aber weiter und blieb über dem Stall, in dem Christus geboren wurde, stehen, was wiederum astronomisch nicht möglich ist. Wie muss man aber theologisch heruntergekommen sein, um Gott dieses Wunder nicht zuzutrauen?
Inhalt der Schrift:
1. Allgemeines 2. Unmerklicher Wandel 3. Wahrheit und Wirklichkeit 4. Gott kann nicht wissen, was nicht gewusst werden kann!? 5. Auf der Suche nach Wahrheit? 6. Ist Wahrheit zeitbedingt? 7. Der allzu bequeme Rechtfertigungsglaube 8. Luther - Hegel - Darwin - Atheismus 9. Subjektive Glaubensprodukte 10. Die 68er 11. Verdunstung 12. Evolution - die neu Gottheit (Ratzinger) 13. Not lehrt beten? 14. Mensch zufällig aus zufälligem Urschlamm gekrochen? 15. Christus auf niederer Evolutionsstufe? 16. Menschenwerk und Maßstab 17. Macht der Denkmodelle 18. Paradigmenwechsel 19. Intelligenzquotient mit dem Faktor Null für den Zufall 20. Zufall wesensverschieden von Sinn und Zweck 21. Paläontologie 22. Zweischöpfermodell, Rahners Modalität 23. Sünde als Evolutionsfaktor? 24. Habt keine Angst 25. Evolutionslüge? 26. Mensch und Herz 27. Zum Taschenrechner greifen 28. Wann wurde aus dem Affen ein Mensch? 29. Nichts Neues unter der Sonne 30. Dessinformierte Jugend 31. Alleiniger, ausschließlicher und ständig gegenwärtiger Herr des Lebens 32. Privatoffenbarungen 33. Evolutionismus und Lehramt 34. Besteht der Mensch wirklich aus Leib und Seele? 35. Neue Theologie oder Theologie der leeren Kirchen 36. Frucht der Neuen Theologie 37. Wenn ihr es nicht fühlt 38. Ist die Kirche in Schleudern geraten? 39. Fazit
C) Homepage von Wolfgang Lindemann aus Hamburg
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